Anfang Januar, ich starte meinen Arbeitstag nach einem ausgedehnten Frühstück im Freien – nicht in Köln, sondern auf den Kapverden! Für drei Wochen begleite ich hier zum wiederholten Male Führungskräfte, Mitarbeitende und Freelancer – meine Kooperationspartner: eine lokale Reiseagentur und ein Eco-Hotel.
Für mein erstes Coaching bin ich mit Edson, Head-Office in Sao Filipe, verabredet. Wir sprechen über Rollenverständnis, Kommunikation und Selbstführung. Themen, die auch meine Coachees in Deutschland beschäftigen – und doch ist es völlig anders. Denn: Führung gestaltet sich in jedem Land einzigartig, weil sich Werte, geografische Bedingungen, Rollenbilder, Kommunikation unterscheiden. Für mich bedeutet das, besonders offen, flexibel und kultursensibel zu sein: Ich höre genau zu, versuche, mich in andere Perspektiven hineinzuversetzen, stelle Fragen, gebe Impulse. Und lerne selbst viel dabei.
Einige Tage später auf der Insel S. Antao, treffe ich Anizia, die Leiterin eines Eco-Hotels auf S.Antao. Gemeinsam entwickeln wir eine individuelle Toolsammlung für Selbstfürsorge und Resilienz im Alltag. Da wir uns bereits kennen, bauen wir auf den Ergebnissen meines letzten Besuches auf. Unser Coachingraum: ein kleiner, nicht-belegter Gäste-Bungalow hoch über dem Atlantik. Während unseres Coachings und beim Blick über den Balkon halte ich immer wieder inne, und bin unsagbar dankbar, an diesem schönen Ort arbeiten zu dürfen!
Im Workshop mit dem Rezeptions- und Serviceteam des Hotels am nächsten Tag gilt es erstmal Tisch und Stühle hoch in den Seminarraum oben am Berg zu bringen, da dieser sonst für Yoga genutzt wird. Jeder trägt ein Möbelstück, teilweise hoch über dem Kopf, das bringt uns alle zum Schmunzeln! Wir üben heute den Umgang mit schwierigen Gästen oder scheinbar schwer überwindbaren fremdsprachlichen Hürden. Weil meine Teilnehmer*innen selbst unterschiedliche Sprachkenntnisse mitbringen, wechseln wir im Workshop zwischen Englisch und Portugiesisch und helfen uns gegenseitig zu verstehen. Und es klappt sehr viel besser als gedacht!
Den Abschluss meiner diesjährigen „Workation“ bildet ein Training für eine Gruppe kapverdischer Wander-Guides. Zwischen Pool und Palmenterrassen des Hotelgartens üben wir in Live-Szenarien: Gästebegrüßung, naturkundliche Vorträge und Konfliktsituationen während der Tour. Wir lachen viel beim Nachstellen realer Situationen und schaffen es gerade noch rechtzeitig, das Abendessen nicht zu verpassen, so konzentriert sind wir bei der Sache…
Was meine Arbeit auf den Kapverden besonders macht, ist nicht nur die wunderschöne Umgebung und das angenehme Klima, gerade jetzt im Winter.
Es sind vor allem die menschlichen Begegnungen – die gelebte kulturelle Vielfalt, die den Austausch und das (Voneinander-)Lernen so bereichert, die kleinen Hürden, die wir gemeinsam überwinden und die uns daher näher zusammenbringen.
Hierin zeigt sich die einzigartige kapverdische „Morabeza“, für die es keine sprachliche Übersetzung gibt, und die sich am ehesten als zugewandte Offenheit in Verbindung mit ehrlicher Gastfreundschaft und Herzlichkeit übersetzen lässt. Spürbar nicht nur im persönlichen, sondern auch im beruflichen Kontakt.
Und so endet auch mein letzter Arbeitstag auf den Kapverden in diesem Jahr sehr lebendig und ein wenig emotional: Nach dem Abendessen entsteht recht spontan und ohne große Vorbereitung eine kleine „Tocatinha“, ein gemeinsames Musizieren – mit den im Hotel bereitstehenden und eigenen Instrumenten! Unvergesslich!
Ich sage wieder einmal DANKE für diesen wertvollen Austausch mit meinen Partnern, Trainees und Coaches auf den Kapverden, der noch lange nachklingen wird!
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